„Fleiß von Trainern und Spielerinnen Grundstein des Erfolges“

Stützpunkt

Auch in diesem Jahr sind die Teams des Volleyball Leistungsstützpunkts beim FTSV Straubing wieder die Nummer eins im Niederbayerischen Nachwuchsvolleyball der Mädchen. Der FTSV konnte nicht nur in sechs von sieben Altersklassen den Niederbayerischen Meistertitel erringen, sondern sich zudem mit fünf weiteren Teams zusätzlich für die Südbayerische Meisterschaft qualifizieren. Wir haben aus diesem Anlass mit Stützpunktleiter Roman Urban über die Gründe des Erfolges, die kommenden Aufgaben am Volleyball-Standort Straubing und den im April stattfindenden großen Bayernpokal für Bezirksauswahlmannschaften in Straubing gesprochen.

Volleyball in Straubing boomt. NawaRo ist als Aufsteiger auf dem Weg zum sportlichen Klassenerhalt in der 1. Volleyball Bundesliga und auch im Nachwuchs läuft es rund. Ihr konntet in allen Altersklassen bei den Bezirksmeisterschaften überzeugen. Was sind die Gründe eures Erfolges?

Roman Urban: Wir haben uns bereits mit dem Start in die Saison 2017/18 auf die Fahne geschrieben, die Zusammenarbeit aller Trainingsgruppen zu intensivieren. Dies geht bei den Minis im Alter von ungefähr 7 Jahren los und endet bei unserem Team in der ersten Volleyball Bundesliga. Wir leben eine durchgehende, leistungsgerechte Förderung unserer Talente und bieten jeder Leistungsklasse, unabhängig vom Alter, die passende Trainingsgruppe bzw. eine geeignete Spielklasse. Der Aufwand hierfür ist alles andere als klein, denn wir sind in allen Altersklassen, die der Jugendspielbetrieb bietet mit bis zu 4 Teams vertreten. Zudem treten die Jugendspielerinnen ab einem gewissen Zeitpunkt in einer der vier Mannschaften im Erwachsenen-Spielbetrieb an. Nicht wenige Talente spielen über das Jugendspielrecht sogar in zwei Ligen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass sich unsere Spielerinnen bereits frühzeitig an ein immer höher werdendes Spielniveau anpassen.

 

Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Urban: Der Grund, warum wir mit unseren Titeln in der U12, U13, U14, U16, U18 sowie der Niederbayerischen Vizemeisterschaft in der U20 erneut eine wirklich dominierende Stellung in Niederbayern einnehmen ist vor allem der Fleiß der Spielerinnen und nicht zuletzt all unserer Trainer und Helfer. Ich würde nicht sagen, dass wir in der Breite talentierter sind als andere. Wir machen einfach mehr, als es andere Vereine zu leisten im Stande sind. Darauf darf man stolz sein.


„Hospitierende Trainer sind bei uns immer Willkommen“


Unbestritten ist auch, dass mit Wolfgang Schellinger ein sehr guter Trainer in euren Reihen ist, der aber auch nicht jünger wird. Gibt es bereits einen Plan für die Zeit danach?

Urban: Richtig ist, dass Wolfgang nach wie vor unglaublich viel Zeit in der Turnhalle investiert. Neben ihm sind allerdings zahlreiche weitere Trainer aktiv, die wiederum Unterstützung durch weitere Helferinnen und Helfer erfahren. Alle profitieren natürlich von der jahrzehntelangen Erfahrung von Wolfgang, darüber hinaus bietet aber auch Bene Frank als Coach des Bundesligateams bereitwillig seine Unterstützung an. Nicht wenige Trainer aus den eigenen Reihen, aber auch externe Gäste hatten und haben immer Gelegenheit, bei Trainingseinheiten zu hospitieren. Wir bemühen uns dabei um eine Politik der offenen Tür und hoffen auch auf diese Weise das Trainerteam kontinuierlich erweitern zu können. Wir unternehmen also so einiges dafür, dass uns um unsere Zukunft nicht bange sein muss. Ich setze darauf, dass unsere Arbeit auch über die Grenzen unseres Vereins wahrgenommen wird und sich uns in der nächsten Zeit auch weitere Trainertalente anschließen. Wir haben immer ein offenes Ohr.

 

Welche Ziele habt ihr euch für die Südbayerischen Meisterschaften gesteckt, die bereits am Wochenende mit den Titelkämpfen in den Altersklassen U14 und U18 beginnen?

Urban: In einem Satz: Wir wollen uns in den Altersklassen U12-U18 für die Bayerischen Meisterschaften qualifizieren. Wie viele Titel dabei am Ende herausspringen, ist gar nicht so wichtig.

 

Heiße Phase der Vorbereitung für Bayernpokal hat begonnen

 

Mit dem großen Bayernpokal folgt im April ein Nachwuchsgroß-Event in Straubing. Wie weit seid ihr mit den Vorbereitungen schon vorangeschritten?

Urban: Mit den ersten Vorbereitungen haben wir im vergangenen Herbst gestartet. Nun treten wir so langsam in die heiße Phase ein. Wir sind auf einem guten Weg und möchten den Teilnehmern und Gästen erneut ein Wochenende bieten, an das sich alle noch lange erinnern werden. Wir erfahren aus unserer Vereinsbasis heraus große Unterstützung. Das ist auch nötig, denn an diesem Wochenende werden ca. 100 Helferinnen und Helfer ihren Beitrag zur erfolgreichen Durchführung des größten Volleyball-Sichtungswettbewerbs Bayerns leisten. Interessierte sind herzlich eingeladen, auf uns zu zukommen. Wir freuen uns über jede Unterstützung. Sei es bei der Organisation im Vorfeld oder als Helfer an den Wettkampftagen. Darüber hinaus kann ein guter Beitrag durch Spenden geleistet werden, auf die wir angewiesen sind. Denn ein Ereignis dieser Größenordnung bedeutet auch einen hohen finanziellen Aufwand.

In den kommenden Wochen gehen bei uns die Meldelisten der teilnehmenden Bezirke ein. Die Spielpläne und Helfereinsatzpläne müssen finalisiert werden, Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegungsmöglichkeiten werden organisiert.

 

Hauptamtlicher Nachwuchstrainer großes Ziel

 

Wo siehst du die Hauptaufgaben für dich als Stützpunktleiter für die kommenden Jahre?

Urban: Meine Rolle als Stützpunktleiter definiert sich in erster Linie dadurch, als Bindeglied zwischen allen Säulen unseres Vereinslebens zu fungieren. Erster Ansprechpartner sind die Verantwortlichen unseres Stammvereins und der Leiter der Sparte Volleyball des FTSV Straubing. Des Weiteren sorge ich mit meiner Arbeit für den Austausch zwischen den Trainern des Vereins, der NawaRo Spielbetriebs GmbH und den Verantwortlichen des Fördervereins. Für die Zukunft bedeutet das, einen Teil dazu beizutragen, den Volleyballstandort Straubing weiter zu entwickeln. Die aktuellen Erfolge sind kein Garant für unser zukünftiges Bestehen. Unsere internen Strukturen müssen wachsen und nicht zuletzt auch die finanzielle Organisation. Um unserer Verantwortung als Leistungsstützpunkt dauerhaft gerecht zu werden, bedarf es der finanziellen Unterstützung unseres Stammvereins, unseres Fördervereins und zukünftig auch einer Intensivierung der Unterstützung durch die GmbH von NawaRo. Wir müssen mittelfristig dazu kommen, die Trainertätigkeit und andere Schlüsselpositionen nicht ausschließlich durch das Ehrenamt zu definieren. Qualität kostet. Das gilt auch im Volleyball.

 

100 Prozent der Erlöse des Fördervereins kommen Nachwuchsvolleyball zu Gute

 

Ein bisschen unter dem Radar der Öffentlichkeit agiert rund um den Stützpunkt auch ein Volleyball-Förderverein. Welche Aufgaben übernimmt dieser?

Urban: Unser Förderverein leistet unmittelbare Unterstützung dort wo sie gebraucht wird. In der Jugendarbeit. Jeder Euro der hier generiert wird, kommt zu 100% dem Straubinger Volleyball Nachwuchs zu Gute. Eine Querfinanzierung der "Profis" gibt es nicht. Es ist richtig, dass es in der Außendarstellung noch Luft nach oben gibt. Der Förderverein bietet jedem die Möglichkeit unser Team zu verstärken. Auch beim Thema Öffentlichkeitsarbeit gibt es da genügend Ansatzpunkte an denen die Verantwortlichen mit Interessierten Unterstützern arbeiten möchten. Alle Beteiligten bringen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Förderverein ein. Die meisten sind Unternehmer oder Angestellte und üben ihre Funktion im Förderverein in der verbleibenden Freizeit aus. Das kann man nicht hoch genug wertschätzen.

Der Förderverein bildet die Grundlage dafür, dass Sachspenden oder Geldspenden treuhänderisch verwaltet werden. Alle Mitglieder des Fördervereins sind in die Entscheidungsfindung zur Mittelverwendung eingebunden und haben ein aktives Mitspracherecht. Der Förderverein ist beispielsweise maßgeblich bei der Organisation des diesjährigen großen Bayernpokals beteiligt. Gleiches gilt für andere Veranstaltungen aus der Vergangenheit und in der Zukunft. Nicht zuletzt übernimmt der Verein damit auch die wirtschaftlichen Risiken solcher Großveranstaltungen und entlastet damit unseren Stammverein, den FTSV Straubing. Auch unser traditionelles Firmen Beachturnier, der NawaRo Straubing Cup, könnte ohne Unterstützung des Fördervereins nicht stattfinden.

 

Kann jeder Mitglied des Fördervereins werden?

Urban: Ja, jeder!

 

Was wünschst du dir für die weitere Entwicklung des Fördervereins?

Urban: Ich wünsche mir, dass die bereits aktiven Unterstützer nicht müde werden sich für uns zu engagieren. Wir wollen stetig weitere Freunde des Straubinger Volleyballs, Eltern und andere Unterstützer als Mitglieder hinzugewinnen und aufbauend auf dem bisher Erreichten die Zukunft unseres Volleyball-Standortes gestalten.

 

NawaRo Straubing-Cup erneut Ende Juli

 

Wird es auch heuer wieder den NawaRo Straubing Cup im Beachvolleyball geben?

In den vergangenen beiden Jahren haben wir eine steigende Teilnehmerzahl verzeichnet. Ich kann versprechen, dass wir auch in diesem Jahr eine Neuauflage des Firmen-Cups haben werden. Der Termin wird traditionell auf Ende Juli fallen. Zielgruppe des Events sind alle Unternehmen der Wirtschaftsregion Straubing und Umgebung. Profispieler sind als Teilnehmer nicht zugelassen. Jedes Team tritt als Mixed-Team an. Lockere Atmosphäre mit Beach-Feeling, coole Musik und Intercompany-Networking an unserer Beachbar sind auch dieses Jahr garantiert. Eine bessere Teambuilding-Maßnahme kann ich mir kaum vorstellen.

 

Welche Schlagzeile würdest du gerne über den Volleyball Leistungsstützpunkt lesen?

Urban: FTSV Straubing erobert sensationell Podiumsplatz bei Deutschen Meisterschaften.

 

Vielen Dank für das Gespräch.