In Wiesbaden war mehr drin für NawaRo

NAWARO

Das hätte nicht sein müssen: Nach 84 packenden Spielminuten und vielen vergebenen Chancen verliert NawaRo unglücklich mit 0:3 (20:25, 23:25, 23:25) beim VC Wiesbaden.

Erneut hat NawaRo Straubing 0: 3 verloren, aber erneut hätte das nicht sein müssen. Denn den Straubinger Volleyballerinnen fehlte beim Gastspiel in Wiesbaden am Ende der Sätze nicht viel und sie wären mit Zählbarem nach Hause gekommen. So unterlagen sie nach 84 packenden Spielminuten mit 0: 3-Sätzen (20: 25, 23: 25, 23: 25). Im ersten Satz war NawaRo über weite Strecken auf Augenhöhe und agierte mutig im Angriff. Dabei mussten die Straubingerinnen den Ausfall von Kapitän Danica Markovic kompensieren. Lediglich zur Satzmitte schlichen sich ein paar Fehler zu viel ins Spiel ein. Die Annahme kam nicht mehr präzise und auch im Angriff gelang nicht mehr so viel (14: 19). Diesem Rückstand lief NawaRo bis zum Ende des Durchgangs nach. Der VCW agierte in dieser Phase hingegen konzentriert und konnte seinen zweiten Satzball nutzen (20: 25).
Achterbahnfahrt der Gefühle

Im zweiten Satz erlebten die Trainer eine Achterbahnfahrt der Gefühle. NawaRo zog zunächst schnell davon (4: 0). Doch dann kam die erste Schwächephase von NawaRo und die Partie war wieder ausgeglichen (4: 4). So ging es bis kurz vor der zweiten technischen Auszeit. Da konnte sich Wiesbaden wieder absetzen (13: 16). Nach der kurzen Pause war NawaRo dann wieder voll da und hätte um ein Haar ausgeglichen (17: 18). Dann zog Wiesbaden wieder davon (19: 24). Doch damit war der Satz noch nicht zu Ende. NawaRo wehrte fünf Satzbälle ab, ehe Wiesbaden auch den zweiten Satz für sich entscheiden konnte (23: 25). Der dritte Satz sollte eine Kopie der beiden ersten Durchgänge werden. NawaRo kam immer wieder zurück und lag auch phasenweise in Führung. Letztlich hatte der VC Wiesbaden aber das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Denn immer dann, wenn NawaRo dran war, gab es einen einfachen Fehler, oder aber eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung und so ging auch der dritte Satz an die Gastgeberinnen. Zum Satzende hin konnte NawaRo zwar noch einen Matchball abwehren. Danach aber eben genau wieder so ein beschriebener Ball. Wiesbadens Angreiferin traf die Fingerkuppe des Straubinger Blocks und von dort wurde der Ball unerreichbar abgefälscht (23: 25). Somit bleibt die Erkenntnis nach dem Spiel, dass NawaRo erneut ein gutes Spiel abgeliefert hatte und dem VC Wiesbaden gut Paroli geboten hatte. Am Ende fehlte jedoch die Erfahrung und Cleverness, um in der entscheidenden Phase der Partie die wichtigen Punkte zu machen.

Vorverkauf für Derby gegen die Raben läuft gut

Beste Spielerin bei NawaRo wurde Diagonalspielerin Lena Große Scharmann. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass Große Scharmann die gesamte Woche nicht trainieren konnte, da sie eine Präsenzphase an der Universität in Stuttgart absolvieren musste. Trotz der Niederlage bleibt NawaRo auf einem Nichtabstiegsplatz, da Schwarz-Weiß Erfurt beim noch sieglosen VCO Berlin überraschend einen Punkt liegen ließ. Der Vorsprung beträgt jetzt aber nur noch einen Punkt. NawaRo hat allerdings zwei Spiele weniger als Erfurt absolviert. Am Wochenende spielt NawaRo beim VCO Berlin, ehe es am 2. März gegen Vilsbiburg geht. Für das Niederbayern-Derby läuft der Vorverkauf sehr gut. Es gibt aber noch ausreichend Tickets an den lokalen Vorverkaufsstellen und im Internet auf www.nawaro-straubing.de.