Außenangreiferin Chiara Ammirati kommt vom französischen Top-Club Béziers Volley.
Der Kader der Gäubodenstädterinnen für die kommende Saison nimmt immer mehr Gestalt an. Nun steht mit der Schweizer Nationalspielerin Chiara Ammirati der nächste NawaRo-Neuzugang fest. Die 23-jährige stammt gebürtig aus Lugano und hat ihre Karriere folgerichtig bei “Volley Lugano” gestartet. “Für meinen Heimatverein war ich zehn Jahre lang aktiv. Im Anschluss war die Zeit reif für eine Luftveränderung”, informiert Ammirati, die sich 2021 für einen Wechsel zu “Volero Zürich” entschieden hat. Dort konnte die 1,76 Meter große Athletin weiter an ihren Fähigkeiten feilen, ehe mit dem Engagement an der renommierten Volleyball Academy Zürich der nächste Entwicklungsschritt folgte. “Vor zwei Jahren habe ich den Sprung nach Frankreich gewagt und zu keiner Zeit bereut. In Beziers bin ich an den Aufgaben gewachsen und habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. In Abstimmung mit meinem Agenten bin ich im April auf NawaRo aufmerksam geworden. Die Gespräche wurden zu jeder Zeit auf Augenhöhe und offen geführt. Diese Tatsache, sowie die Ambitionen der Verantwortlichen haben mich schlussendlich überzeugt, die Herausforderung in Straubing anzunehmen”, erklärt Chiara Ammirati, die, wie die meisten Neuzugänge der Schwab-Truppe, Mitte Juli in Niederbayern eintreffen soll.
“Chiara ist eine Vollblut-Volleyballerin. Sie ist exakt der Spielertyp, den wir für Annahme-Außen gesucht haben. Chiara hatte eine Vielzahl an hochklassigen Angeboten vorliegen. Dass sie sich letztendlich bewusst für NawaRo entschieden hat, macht uns einerseits stolz und ist uns andererseits eine Verpflichtung”, teilt Bart-Jan van der Mark, NawaRo-Sportdirektor, mit. “Chiara gilt als sehr diszipliniert und lebensbejahend. Sie profitiert von ihrer enormen Sprungkraft, reagiert blitzschnell und geht sehr kraftvoll zu Werke. Darunter leidet jedoch ihre ausgeklügelte Technik keineswegs. Offensiv wie defensiv wird Chiara sehr wertvoll für uns werden”, ergänzt Rupert Hafner, der bei NawaRo ebenso der sportlichen Leitung angehört.
Derzeit bereitet sich Chiara Ammirati individuell auf die Vorbereitung in der Gäubodenstadt vor: “Mir ist es wichtig topfit bei meinem neuen Arbeitgeber einzutreffen. Deshalb schufte ich wie noch nie zuvor. Ich will ein wichtiges Puzzleteil im Kollektiv von Trainer Roland Schwab werden.” Apropos Roland Schwab: ihren neuen Trainer hat die Schweizer U23-Meisterin von 2023 am vergangenen Wochenende in Kriens getroffen. Dort hat Schwab mit der österreichischen Frauen-Nationalmannschaft zwei European-League-Spiele bestritten. “Das war ein guter Austausch. Dass sich Chiara extra nach Kriens aufgemacht hat, um sich persönlich sehen zu können, spricht für ihren Charakter, sowie die positive Art und Weise wie sie die Sportart lebt”, erörtert Roland Schwab.
Chiara Ammirati erhält bei NawaRo die Rückennummer siebzehn. Privat verbringt die 23-jährige am liebsten Zeit mit ihren Freunden, der Familie und begibt sich auf ausgedehnte Wanderungen mit ihrem Hund. Der Weimaraner-Rüde“Eddy” sorgt mitunter dafür, dass die Kondition des Frauchens zu keiner Zeit nachlässt. “Irgendwie muss ich ihn ja müde kriegen”, verrät Ammirati augenzwinkernd. In Sachen “Karriere nach der Karriere” feilt die Neu-Straubingerin derzeit an ihrem Bachelor. “Danach stehen mir alle Türen offen. Vielleicht setzte ich noch einen Master in Sportmanagement drauf, aber vorerst genießt der Volleyball oberste Priorität”, teilt Chiara Ammirati abschließend mit. Allen die es mit NawaRo halten, kann dies nur Recht sein, wenn sich die Schweizer Cup-Siegerin von 2023 an der Donau zu neuen Höchstleistungen aufschwingt.
