Die Sommerpause ist vorbei, die Vorbereitung abgeschlossen – jetzt wird es ernst: NawaRo Straubing startet am Samstag in die neue Spielzeit der Sparda 2. Liga Pro. Zum Auftakt wartet um 18 Uhr bei den Neuseenland-Volleys Markkleeberg gleich eine interessante Auswärtsaufgabe auf die neu formierte Straubinger Mannschaft.
Nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison sind die Ambitionen in Straubing erneut groß. NawaRo möchte wieder im Vorderfeld der Liga mitmischen. „Wir freuen uns auf den Saisonstart und wollen dementsprechend eine dominante Rolle einnehmen. Die Vorbereitung war super. Wir haben viel getestet und sind bereit“, blickt Cheftrainer Roland Schwab dem ersten Spiel entgegen.
Viele neue Gesichter / viel Potenzial
Vor der neuen Saison stand NawaRo vor einem größeren personellen Umbruch. Mehrere Leistungsträgerinnen der vergangenen Spielzeit haben den Verein verlassen. Amber de Tant hat ihre Karriere beendet, Valbona Ismaili und Delaney Hogan gehören ebenfalls nicht mehr zum Straubinger Kader. Eigengewächs Jana Krause bleibt dagegen ein Bestandteil des Teams und geht weiterhin im orangefarbenen Trikot auf Punktejagd.
Bemerkenswert ist dabei, wohin der Weg einige ehemalige NawaRo-Spielerinnen geführt hat. Theresa Barner, Paula Gürsching, Maia Rackel und Soah Franklin haben den nächsten Schritt gemacht und sind zu Vereinen in der Schweiz, Spanien beziehungsweise Portugal gewechselt. Auch Libera Charlotte Kerscher setzt ihre Karriere im Ausland fort und wird künftig in den USA College-Volleyball spielen.
Die Wechsel zeigen einmal mehr, dass NawaRo Straubing ein interessantes Sprungbrett für ambitionierte Volleyballerinnen sein kann. Junge Spielerinnen erhalten in Straubing die Möglichkeit, sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen und sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.
Nun gilt es für die neu zusammengestellte Mannschaft, diese Entwicklung fortzusetzen. Mit Chiara Ammirati, Laura Bergmann, Lilly Bietau, Paula Schröer, Marlene Rieger, Jordan Karlen, Annika Helf und Alyvia Johnson stehen zahlreiche neue beziehungsweise weiterentwickelte Kräfte bereit. Besonders im Fokus stehen dabei Libera Lilly Bietau und Power-Hitterin Marie Hänle, die im Straubinger Angriff eine wichtige Rolle übernehmen soll.
Auch Zuspielerin Jordan Karlen kommt eine zentrale Aufgabe zu. Die 22-jährige US-Amerikanerin bringt viel Potenzial mit und soll gemeinsam mit dem Trainerteam möglichst schnell zu einer wichtigen Säule des Straubinger Spiels werden.
Stabilität in der Mitte
Besonders gut sieht sich NawaRo auf der Mittelblockerposition aufgestellt. Drei deutsche Akteurinnen sollen dort für Stabilität sorgen. Gleichzeitig besteht die Herausforderung darin, aus den vielen neuen Puzzleteilen möglichst schnell eine funktionierende Einheit zu formen.
Auch die Nachwuchsspielerinnen bleiben ein wichtiger Bestandteil der Straubinger Philosophie. Anna Liefke, Hannah Semmler, Helene Kreyßig und Nora Melzl sollen Schritt für Schritt an die erste Mannschaft herangeführt werden. An den ersten beiden Saisonwochenenden stehen sie allerdings aufgrund der besonderen Spielberechtigungsregelungen für die Regionalliga nicht zur Verfügung.
Für Cheftrainer Roland Schwab bedeutet die Integration der jungen Spielerinnen einmal mehr einen Spagat: Einerseits sollen die sportlichen Ziele erreicht werden, andererseits brauchen die Talente ihre Einsatzzeiten, um sich weiterzuentwickeln.
Neues Gesicht im Trainerteam
Auch im Coaching-Staff gibt es eine Veränderung. Robert „Bob“ Martin wurde dauerhaft zum Co-Trainer der ersten Mannschaft befördert. Bart-Jan van der Mark konzentriert sich künftig vorrangig auf die Regionalliga-Mannschaft. Sollte es bei NawaRo personell einmal eng werden, dürfte der Niederländer mit seiner Erfahrung jedoch weiterhin zur Verfügung stehen. Zum Trainerteam gehört außerdem Albertos Matias.
Zum Auftakt wartet Markkleeberg
Mit den Neuseenland-Volleys Markkleeberg wartet zum Saisonstart ein Gegner, der sich keineswegs verstecken möchte. Markkleeberg beendete die vergangene Saison auf Rang zwölf und konnte sich für die neue Spielzeit unter anderem mit Steffi Kuhn, Meghan Barthel und Maja Felber verstärken.
„NawaRo ist zum Auftakt gleich ein Brett“, sagt Markkleebergs Cheftrainer Tim Reichenbach. Die Gastgeberinnen wollen sich dennoch nicht mit der Außenseiterrolle begnügen und versuchen, die Straubingerinnen möglichst aus ihrem Spielrhythmus zu bringen. Die Bilanz aus der vergangenen Saison spricht für NawaRo: Beide Begegnungen gegen Markkleeberg entschieden die Straubingerinnen mit 3:1 für sich. Dennoch ist Vorsicht geboten – gerade zum Saisonauftakt kann eine neu zusammengestellte Mannschaft noch nicht alle Abläufe perfekt verinnerlicht haben.
Die Vorbereitung macht Mut. NawaRo konnte zahlreiche Testspiele erfolgreich gestalten und zeigte auch gegen Ligakonkurrenten, dass die Mannschaft bereits konkurrenzfähig ist. Positiv: Auch die jungen Spielerinnen konnten sich dabei mehrfach präsentieren und fügten sich gut in das Team ein.
Nun gilt es, die guten Eindrücke auch im ersten Pflichtspiel abzurufen.
„Wir freuen uns auf den Saisonstart und wollen dementsprechend eine dominante Rolle einnehmen. Die Vorbereitung war super. Wir haben viel getestet und sind bereit“, gibt Roland Schwab die Richtung vor.
Der erste Schritt auf dem Weg zu einer weiteren Saison im Vorderfeld der Liga führt NawaRo am Samstag nach Markkleeberg. Spielbeginn ist um 18 Uhr.
Kostenloser Livestream
Eine kostenlose Liveübertragung der Partie gibt es am Samstag ab 18 Uhr auf YouTube. An jedem Spieltag wird ein ausgewähltes Spiel der Sparda 2. Liga Pro bei YouTube gezeigt. Für alle anderen Begegnungen ist ein kostenpflichtiges DYN-Abonnement erforderlich.
Damit steht dem ersten gemeinsamen Saisonabend nichts im Weg: Saisonstart, neue Mannschaft, neue Ziele – und wieder NawaRo!