NawaRo nicht abgebrüht genug

NAWARO

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass NawaRo Straubing als Aufsteiger in der 1. Volleyball Bundesliga ein Lehrjahr absolviert, der bekam diesen am vergangenen Sonntag serviert. Denn NawaRo spielte gut, behielt aber in kritischen Phasen nicht immer einen kühlen Kopf, was letztlich zu einer 0:3 Niederlage beim VC Wiesbaden führte.

„Da war deutlich mehr drin“, fällt auch das Fazit von Trainer Benedikt Frank klar aus. „Wir hatten in jedem Satz die Chance diesen für uns zu entscheiden. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und uns gegen gut spielende Wiesbadenerin gut verkauf. Es war kein hochklassiges, aber ein gutes und spannendes Erstliga-Spiel“, so Frank.

Das zeigt auch die Statistik der Partie, in der NawaRo in allen Bereichen auf einem ähnlichen Level wie der VC Wiesbaden agiert hatte. Doch dieser setzte sich am Ende nach Sätzen klar durch. Wenn auch diese sehr eng waren (20:25, 23:25, 23:25). „Viele Kleinigkeiten haben den Unterschied gemacht“, analysiert Frank. „Ein paar Kleinigkeiten waren Schiedsrichterentscheidungen gegen uns, die bei uns im Spiel zu Folgefehlern geführt haben so Frank. „Wir haben nach den Entscheidungen, die es in jedem Satz gab immer zwei drei Punkte in Folge danach verloren. Sei es durch Unbesonnenheit, Hektik oder Wut im Bauch“, so Frank. „Wiesbaden hat danach bei Kulanzentscheidungen über der jeweiligen Entscheidung gestanden und sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen“, so Frank.

„Uns haben diese Phasen viel Substanz gekostet, vor allem am Ende eines Satzes. Aber den Schiedsrichtern darf man hier keinen Vorwurf machen, da sie immer bestrebt sind objektiv zu pfeifen“, gibt sich Frank aber versöhnlich gegenüber den Schiedsgericht. Letztlich hat Frank auch viel Positives im Spiel seines Teams gesehen. Die Annahme war stabil und auch im Angriff konnte NawaRo gute Werte erzielen. Sie erzielten sie aus 48 Prozent guter Annahmen einen Punkt. Das ist deutlich mehr als noch Anfang Januar. Auch nach schlechter Annahme konnte NawaRo 29 Prozent direkt in Punkte verwandeln (hier hatte Wiesbaden in der Partie nur eine Quote von 18 Prozent). Doch all die Zahlen helfen nicht, wenn am Ende der Gegner gewinnt. „Wiesbaden hat es sich heute verdient zu gewinnen, aber wir hätten es genauso verdient gehabt“, erklärt Frank. „Wir waren ganz nach dran. Das hat uns richtig weh getan nach dem Spiel.“

Doch lange grämen kann sich NawaRo nicht. Vielmehr gilt es jetzt wieder die Ärmel hoch zu krempeln. Denn bereits am kommenden Samstag (16 Uhr) wartet die nächste Auswärtsaufgabe auf NawaRo. Dann gilt es beim VCO Berlin zu punkten. Dieser nahm zuletzt Straubings Verfolger Erfurt einen Punkt ab. Das nächste Heimspiel steigt am 2. März. Es ist das Niederbayern-Derby gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Der Vorverkauf für dieses Match läuft bereits auf Hochtouren. Tickets gibt es an den lokalen Vorverkaufsstellen und im Internet auf www.nawaro-straubing.de.